Bestens vorbereitet dem schwierigen Test gestellt

Heinrich-Böll-Schule stellte die größte Zahl an Prüflingen für französisches Sprachdiplom

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewältigung der schwierigen Prüfungen zum Erreichen des "Diplôme d'Etudes en Langue Française" (DELF) waren für die Schüler der Heinrich-Böll-Schule aus Fürth geradezu optimal: Zum einen hatten die Französischlehrer Brigitte Harder und Sven Spottka ihre Kandidaten sorgfältig und gründlich vorbereitet, zum anderen kamen viele direkt vom Aufenthalt aus der französischen Partnerstadt Thizy, waren also erprobt im Sprechen der Sprache unserer Nachbarn.
Der Erwerb des Diploms wird an der integrierten Gesamtschule auf zwei Niveaustufen, A1 und A2, angeboten. Mit 26 Prüflingen in der Niveaustufe A1 und sechs in der Stufe A2 stellte die integrierte Gesamtschule unter den teilnehmenden Schulen in Mainz mit Abstand die meisten Absolventen.


32 Prüflinge der HBS


Bei der ersten Kompetenzstufe in Klasse neun wird getestet, ob der Teilnehmer einfachste Situationen verstehen kann und Grundkenntnisse vorhanden sind. Die zweite Kompetenzstufe in Klasse zehn überprüft elementare Umgangsformen, welche man zur Bewältigung des Alltags benötigt. Jede Prüfung beinhaltet immer einen schriftlichen sowie mündlichen Teil. Der schriftliche Teil umfasst das Hörverständnis, das Textverständnis sowie den schriftlichen Ausdruck.
Der mündliche Part prüft schließlich die kommunikativen Fähigkeiten. Je nach Niveaustufe sind die Prüfungsaufgaben anders aufgebaut und von unterschiedlicher Länge. Die Anforderung an den Teilnehmer wird mit zunehmender Niveaustufe höher, auch die Prüfungsthemen variieren innerhalb der einzelnen Stufen.
In Mainz mussten sich die Neunt- und Zehntklässler im mündlichen Test Muttersprachlern stellen. "Natürlich waren unsere Schüler aufgeregt. Immerhin wurden sie mit fremden Menschen und einer besonderen Situation konfrontiert", erklärte Oberstudienrat Sven Spottka. Sein Fazit: "Unsere Schüler haben die Aufgaben mit Bravour gemeistert."
Die Prüflinge mussten beispielsweise in eine Rolle schlüpfen und möglichst flüssig und vor allem situationsbezogen mit den Prüfern parlieren. Einige Schüler spielten einen Einkauf von Obst und Gemüse auf einem Markt nach oder bestellten Kinokarten für die Familie. Die A2-Prüflinge hingegen sahen sich damit konfrontiert, eine Reise zu organisieren oder mit Freunden in einem französischen Restaurant zu speisen.
Beim schriftlichen Prüfungspart hatten die Schüler "Heimvorteil": Der landesweite Test fand an der Heinrich-Böll-Schule statt. "Jetzt warten wir auf eine positive Rückmeldung der Prüfungskommission und den Erhalt der Zertifikate. Das Sprachdiplom ist international anerkannt und eine fundierte Qualifikation", betonte Französischlehrer Sven Spottka. "Auch in Zukunft", so Spottka abschließend, "wollen wir Französischschüler zum Erwerb des Diploms animieren."