Ein Glück für die Schule und das Kollegium

Kerstin Dreier ist neue Stufenleiterin für die Jahrgänge 9 und 10 an der Heinrich-Böll-Schule

Glück wird als "besonders günstiger Zufall" oder als "Fügung des Schicksals" bezeichnet. Ob es nun einem günstigen Zufall oder einer Fügung des Schicksals zugeschrieben werden kann, ist einerlei. Auf jeden Fall ist die Besetzung der Stufenleiterstelle für die Jahrgänge 9 und 10 mit Kerstin Dreier ein Glücksfall für die Heinrich-Böll-Schule und das Kollegium. Die 48jährige Pädagogin ist seit 1. Februar im Amt und schaffte es innerhalb weniger Tage, das Vertrauen des Kollegiums zu gewinnen.
"Frau Dreier ist eine sehr freundliche Stufenleiterin, die uns zuhört und sofort hilft", urteilte eine Zehntklässlerin über das neue Schulleitungsmitglied. Kerstin Dreier selbst - und das sieht man am Strahlen in ihrem Gesicht deutlich an - fühlt sich "sehr wohl an der HBS". Glück also auch für die Lehrerin, die das Fach "Glück" schon selbst unterrichtet hat.
Die Besetzung der vakanten Stelle vollzog sich erfreulich schnell. Mit Ablauf des vergangenen Schuljahres ging der bisherige Stufenleiter Willi Gramlich in den wohlverdienten Ruhestand. Wer, so lautete die bange Frage, würde die verantwortungsvolle Position übernehmen? Die Antwort kristallisierte sich am Ende des vergangenen Jahres heraus. Schon kurz vor dem Halbjahreswechsel war klar, dass Kerstin Dreier das Stufenleitertrio komplettieren würde.


NEUE STUFENLEITERIN: Seit 1. Februar ist Kerstin Dreier neue Stufenleiterin für die Jahrgänge neun und zehn an der Heinrich-Böll-Schule im Dienst. Schulleiter Alexander Hauptmann freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Schulleitungsmitglied.


Die in Weinheim lebende Lehrerin für die Fächer Englisch und Sport betritt im Schulleitungsteam kein Neuland, leistete sie doch zehn Jahre hervorragende Arbeit als Leiterin des Gymnasialzweiges an der Alexander-von-Humboldt-Schule in Viernheim. Insgesamt 17 Jahre war sie an dieser kooperativen Gesamtschule als Pädagogin tätig. Sie habe, erklärt die sympathische Weinheimerin, "eine neue Herausforderung, neue Menschen, neue Aufgaben und ein neues Schulsystem" gesucht.
Gerade das integrierte System, das die Heinrich-Böll-Schule als einzige Schule im Kreis Bergstraße vorweisen kann, habe sie begeistert. Es komme ihrer Vorstellung von pädagogisch wertvoller Arbeit am nächsten, bemerkt Dreier, die nach eigenem Bekunden einen guten Draht zu Kindern mit "anderen Bedürfnissen und Problemen" hat. In einer integrierten Gesamtschule könnten Kinder mit den unterschiedlichsten Begabungen miteinander und voneinander lernen. Eine gute Förderung der Schüler, so die neue Stufenleiterin, sei dadurch garantiert.
Dass die 48Jährige an der HBS in Fürth landete, war eher Zufall. Sie habe die Stellenausschreibung gelesen, mit Schulleiter Alexander Hauptmann, den sie noch aus dem gemeinsamen Referendariat kenne, telefoniert und die Bewerbung an das staatliche Schulamt abgeschickt. Keine Sekunde habe sie bisher ihre Entscheidung bereut, "denn ich bin auf ein offenes und sehr hilfsbereites Kollegium gestoßen." Besonders die gute und harmonische Atmosphäre erleichtere ihr den Einstieg und die Arbeit an der HBS. "Ich gehe jeden Tag sehr zufrieden nach Hause", fügt die Stufenleiterin hinzu.
Bevor die passionierte Skifahrerin, Wanderin, Kletterexpertin und Sängerin - sie ist Mitglied im Odenwälder Shanty-Chor - selbst neue Ideen realisieren will, "schaue und höre ich mir viel an". Die Pädagogin kommt trotz dieser Zurückhaltung auf ihr "Steckenpferd" zu sprechen: das Fach "Glück". Sie hat eine Ausbildung zur "Glückslehrerin" absolviert und das Fach an ihrer früheren Wirkungsstätte im Stundenplan verankert. Eine "Bereicherung für die Schule" nennt Kerstin Dreier das Fach Glück. In nicht allzu ferner Zukunft hofft sie auch an der HBS das Fach "Glück" unterrichten zu können.
Auf den Wechsel von Kerstin Dreier an die HBS angesprochen, meint Schulleiter Alexander Hauptmann vielsagend lächelnd: "Zum Glück!"