Beachtliche Vielfalt an Präsentationsthemen

Zehntklässler der Heinrich-Böll-Schule bewältigten erste Realschulprüfung mit Bravour

Premiere für Schulleiter Alexander Hauptmann: Als Prüfungsvorsitzender gehörte er zu einer von mehreren dreiköpfigen Jurys, die über die Präsentationen der Zehntklässler der Heinrich-Böll-Schule zu befinden hatten. "Mich hat die Vielfalt der Themen und die Qualität der Vorträge begeistert", lautete Hauptmanns Fazit. Die Zehntklässler nahmen mit dieser Prüfung die erste Hürde auf dem Weg zur Erlangung der Mittleren Reife.
In Hessen ist es seit mehreren Jahren Pflicht, eine zehn- bis dreizehnminütige mündliche Prüfung zu absolvieren. Sie bildet ein Baustein für die Qualifikation der Mittleren Reife. Im Mai nächsten Jahres müssen sich die Jugendlichen noch schriftlichen Prüfungen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik unterziehen.
Die Schüler wählen im Vorfeld der Prüfung ein Thema aus den Fachbereichen Naturwissenschaften, Gesellschaftslehre, Sport, Musik, Religion oder Kunst aus. Dann arbeiten sie - beraten von ihren Prüfern - eine etwa zehnseitige Arbeit aus, auf deren Grundlage der Vortrag erfolgt.


GESCHAFFT. Emma Fischer (l.) hielt einen zwölfminütigen Vortrag über die Geschichte und die Kultur der australischen Ureinwohner. Als "Model" hatte sie Mitschülerin Franziska Bickelhaupt (r.) dabei. Ihre Präsentation wertete sie mit verschiedenen Utensilien dieser Bevölkerungsgruppe auf.


Unterschiedlich ist die Präsentation selbst: Während manche Schüler mit Power-point ihren Vortrag untermauern, wählen andere Jugendliche Plakate, Bilder oder Anschauungsmaterial, um ihre Ausführungen möglichst interessant wirken zu lassen. Einige Schüler scheuten sich auch nicht davor, beispielsweise in Physik einen kurzen Versuch zu zeigen.
Die Themen waren in diesem Jahr extrem vielfältig: Sie reichten vom "Weißen Hai" über den "Sechs-Tage-Krieg" und "Napoleon" bis hin zu "Doping", "Hexenverfolgung" und dem Unternehmen "Mercedes-Benz". Es wurde von 8 Uhr bis 16 Uhr durchgängig geprüft. Für jeden Schüler standen 30 Minuten Prüfungszeit zur Verfügung. Im Anschluss an den Vortrag wurden die Kandidaten noch ausgiebig zum Thema befragt.
"Der Prüfungstag verlief reibungslos; die Organisation war perfekt und die Leistungen unserer Schüler durchweg positiv", fasste ein zufriedener Schulleiter zusammen. Sein Dank galt der Kollegin Astrid Schulze Icking, die den Präsentationstag organisiert hatte.