Trotz widriger Umstände tadellose Leistung abgeliefert

Fußballteam der Heinrich-Böll-Schule für Regionalentscheid qualifiziert / Souveräner Kreismeister

Die Rahmenbedingungen waren alles andere als optimal, dennoch lieferte das Fußballteam der Heinrich-Böll-Schule beim Kreisentscheid in Bensheim eine tadellose Leistung ab. Souverän holte sich die von Sportlehrer Kurt Oberle betreute Mannschaft den Kreismeistertitel und qualifizierte sich damit automatisch für den Regionalentscheid. "Nicht nur auf dem Platz, auch außerhalb des Spielfeldes verhielten sich die Jungs vorbildlich", lobte Oberle. Der Pädagoge legt großen Wert auf tadelloses und faires Benehmen.
Dass die Heinrich-Böll-Schule seit Jahren vor allem auch bei den Fußballern für positive Schlagzeilen und Titel sorgt, ist kein Zufall. Kurt Oberle, ein ausgewiesener Experte, kümmert sich an der integrierten Gesamtschule für die Talentsichtung. Viele Spieler, die später eine erfolgreiche Karriere vorweisen konnten, gingen durch seine Hände. Er versteht es, die Talente zu motivieren und auf die gegnerische Mannschaft einzustellen. Kurt Oberle ist ein Verfechter des spieltechnisch anspruchsvollen Offensivfußballs; eine harte Gangart und unfaire Mittel lehnt er kategorisch ab.


Erfolgreiches Team. Das Fußballteam der Heinrich-Böll-Schule (Fürth), trainiert und betreut von Sportlehrer Kurt Oberle (l.) holte sich souverän den Kreismeistertitel beim Turnier in Bensheim. Unterstützt wurde Kurt Oberle von seinem Kollegen Tobias von Ayx (r.).


In seinem Sinne präsentierte sich das Team - Jahrgang 2003 bis 2005 - beim Kreisentscheid in Bensheim, an dem sieben Schulen teilnahmen. Die HBSler ließen sich auch nicht durch eine verspätete Ankunft und einer extrem kurzen Aufwärmphase aus dem Konzept bringen. Dass sie dann auch noch die beiden ersten Gruppenspiele ohne längere Pause hintereinander absolvieren mussten, verschärfte die Situation. Das Team blieb davon unbeeindruckt. "Mein Team zeigte in beiden Spielen eine gute und geschlossene Mannschaftsleitung", bilanzierte Oberle.
Das erste Match beendete die HBS-Mannschaft mit einem klaren 4:0 Sieg gegen die AMS Viernheim. Mit einem 2:0 Erfolg sicherte sich das Oberle-Team gegen das Lessing-Gymnasium aus Lampertheim den unangefochtenen Gruppensieg. Erst hetzten die Jungs von Termin zu Termin, dann hatten sie eine Stunde Leerlauf, ehe sie im Halbfinale gegen die Geschwister-Scholl-Schule antreten mussten. Obwohl die Muskeln kalt waren, zeigte das Team erneut eine sehr gute Leistung. Einziges Manko: die Chancenverwertung. Am Ende stand es 0:0 und ein Elfmeterschießen musste über den Einzug ins Finale entscheiden. Mit 5:4 Toren hatte die HBS-Truppe die Nase vorn.
Den Finalgegner kannten die Odenwälder bereits aus der Gruppenphase. Das Team des Albertus Magnus Gymnasiums aus Viernheim wollte Revanche nehmen, doch Trainerfuchs Oberle hatte wieder ein passendes Rezept parat, um den starken Gegner zu bezwingen. "Meine Mannschaft nutzte in einem körperlich betonten Spiel die herausgespielten Chancen konsequent", erklärte der Pädagoge. Das Ergebnis war eindeutig: Die Fürther gingen mit einem 3:0 Sieg als klare Sieger vom Platz.
Mit breiter Brust und sicherlich bestens vorbereitet bestreitet das erfolgreiche Team nun den Regionalentscheid. Mit einem ähnlich konzentrierten Auftritt wie in Bensheim ist mit einem Platz auf dem Treppchen zu rechnen.