Ehemalige Lehrer trafen sich

Nach vielen Jahren schnupperten einstige Weggefährten wieder die Luft der Fürther Heinrich-Böll-Schule - ihrer alten Wirkungsstätte.

Mit herzlicher Freude und großem Interesse begegneten sich vor wenigen Wochen ehemalige Lehrer der Heinrich-Böll-Schule, um ihre frühere Arbeitsstätte zu besichtigen. Bei einem kleinen Empfang berichteten der neue Schulleiter Alexander Hauptmann sowie Eveline Vieweg, die Stufenleiterin der Jahrgänge sieben und acht, über die aktuelle Schule, die Lern-, Lehr- und Arbeitsbedingungen. Gerade im Bereich der Naturwissenschaften hatte sich vieles verändert. Mit Interesse hörten die Ehemaligen auch von den noch ausstehenden Veränderungen und geplanten Maßnahmen. Manch einer hatte seine "alte" Schule kaum wieder erkannt und von der neuen Mensa waren alle begeistert.
Die Freude der ehemaligen Kollegen war groß, als vergangenen Herbst Rita Horneff, die frühere Personalrätin und spätere Pädagogische Leiterin der HBS, die Initiative ergriff, einen Stammtisch für einstige Lehrer ins Leben zu rufen. Auch wenn es sich viele anders wünschen, sieht man liebgewonnene Menschen oft erst zu einem traurigen Anlass wieder. Der überraschende Tod eines beliebten Kollegen war der Anstoß, Kontaktdaten zu sammeln, um eine erste Anfrage an ihre früheren Kollegen zu stellen. Die Rückmeldung war positiv, ebenso die Hilfe von Ex-Kollegen beim Beschaffen von weiteren Adressen. Der Stein war somit ins Rollen gebracht. Von den etwa 70 Kollegen auf der Liste konnte dann allerdings von zehn keine Anschrift ermittelt werden, 15 waren verhindert und 23 bereits verstorben.



Der neue Schulleiter Alexander Hauptmann sowie Eveline Vieweg, die Stufenleiterin der Jahrgänge sieben und acht, empfingen die ehemaligen Lehrer an ihrer "alten" Schule, der Heinrich-Böll-Schule.


Von nah und fern kamen am 12. April schließlich 31 ehemalige Arbeitskameraden, die mittlerweile größtenteils Pensionäre sind, in den Odenwald, um sich zu treffen, Wiedersehen zu feiern und ihre einstige HBS zu besichtigen. Unter ihnen waren Kollegen, die teilweise in den 70er Jahren am Aufbau der Gesamtschule engagiert waren, ihre gesamte Dienstzeit an der HBS verbracht hatten, die stundenweise von der Rimbacher Martin-Luther-Schule abgeordnet waren, an eine andere Schule versetzt wurden oder in leitender Funktion ihren Dienst an anderem Ort fortführten.
Die Freude am Treffen der einstigen Weggefährten drückte sich in entspannter Atmosphäre, Lachen, munterem Plaudern und regem Austausch von Neu und Alt aus. Beim Rundgang durch die Schule staunten vor allem die Kollegen sehr, die schon lange von der HBS weggegangen waren: moderne Mediothek, neue Instrumente im Musikbereich, fortschrittliche Ausstattung des Werkbereichs sowie zeitgemäße Einrichtung der Schulküche. Vor allem aber die Umgestaltung der mittlerweile sechs naturwissenschaftlichen Räume, das helle Foyer und die Mensa begeisterten enorm. "Die ansprechende Atmosphäre, welche die Schule ausströmt, aber auch die Sauberkeit und das gepflegte Gebäude mit seinem idyllisch angelegten Schulhof sind wirklich eindrucksvoll", so die einheitlich geteilte Meinung der Gruppe.



Die Umgestaltung der naturwissenschaftlichen Räume, das helle Foyer und die Mensa begeisterten die einstigen Kollegen sehr.


Anschließend ging es in den Landgasthof "Zum Schleenhof", wo bei gutem Essen und erfrischenden Getränken noch lange geplaudert und von Erlebnissen aus nah und fern berichtet wurde. Am Ende des Tages war man sich einig, dass dies schöne Stunden im Kreis lieber Kollegen und alter Freunde waren, die unbedingt regelmäßig wiederholt gehören. Aus diesem Grund einigte man sich darauf, dass zukünftig zweimal im Jahr solch ein "Ex-Kollegen-Stammtisch" stattfinden solle. Alexander Hauptmann und Eveline Vieweg sicherten zudem ihre Unterstützung und Begleitung für weitere Treffen zu.