In den Ferien wurde gepaukt

Rund 100 Schüler nahmen am achten Ostercamp der Heinrich-Böll-Schule teil.

Während Klassenkameraden die Osterferien genossen, paukten andere Schüler in der Schule für ihren Abschluss. Auch in diesem Jahr nahmen wieder zahlreiche Jungen und Mädchen am jährlichen Ostercamp der Heinrich-Böll-Schule teil. Dafür verbrachten sie vier Tage im Klassenzimmer und wiederholten den Unterrichtsstoff der vergangenen Schuljahre.
Einst war das Ostercamp nur für solche Schüler gedacht, deren Abschluss in Gefahr ist. Doch inzwischen ist es genauso sehr bei Schülern gefragt, die kurz vor der Ziellinie noch einmal richtig Gas geben wollen, um bei ihrer Abschlussprüfung möglichst viel herauszuholen. Insgesamt hatten sich 96 Schüler angemeldet, die dann auch alle teilnehmen konnten.
Um eine große Nachfrage zu decken, muss man eben auch genügend Lehrende haben. Eveline Vieweg, die Leiterin der Stufen sieben und acht sowie Koordinatorin für das Ostercamp, ist glücklich, denn es fanden sich wieder ausreichend Kräfte, die mitmachten. Die sieben Unterrichtenden opferten insgesamt vier Tage, um die Schüler zu unterstützen. Und da ging es nicht um Spiel und Spaß, sondern um Lernen in kleinen Gruppen. Täglich wurde sechs Stunden konzentriert gebüffelt - jeweils immer einen Schultag in den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Während an einem Tag die Schüler die rhetorischen Stilmittel der deutschen Sprache übten, wurde am nächsten Tag eine Mathematik-Lerntheke geöffnet, wo jeder ganz individuell an seinen Schwächen arbeiten konnte. Am letzten Tag überprüften die Jungen und Mädchen schließlich ihr Können bei einer "Probeprüfung", die sie nach den Osterferien korrigiert zurückbekamen.



Den letzten Feinschliff für die Abschlussprüfungen im Mai holten sich rund 100 Jungen und Mädchen, die freiwillig in den Ferien am Ostercamp der Heinrich-Böll-Schule teilnahmen.


"Das Feedback der Schüler war auch in diesem Jahr wieder durchweg positiv. Besonders gut hat ihnen die Arbeitsatmosphäre gefallen, in der sie sich gemeinsam auf die Prüfung vorbereiten konnten - aber auch, dass wir auf ihre Wünsche eingegangen sind", so Stufenleiterin Eveline Vieweg. Bei ihrer Anmeldung füllten die Schüler einen Fragenbogen aus, auf dem sie ihre Schwerpunkte festhalten konnten. Die unterrichtenden Kräfte konnten sich so an den individuellen Schülerwünschen orientieren, um dann gezielt auf die jeweiligen Themen einzugehen.
An der HBS wird das Ostercamp nun zum achten Mal angeboten. Dazu stellt die Schule jedes Jahr einen Antrag an das hessische Kultusministerium. Rund 2100 Schüler an 43 Schulen hat das Ministerium in diesem Jahr in Hessen gefördert und die Fürther Gesamtschule gehörte ebenfalls dazu. Übrigens - im ganzen Kreis Bergstraße gab es in diesem Jahr gerade mal drei Schulen, die solch ein Ostercamp anboten.



Im ganzen Kreis Bergstraße bieten nur drei Schulen solch ein Ostercamp an - und die Fürther HBS gehört ebenfalls dazu.


"Es freut mich, dass diese Art von Unterricht in den Ferien wieder so gut angenommen wurde. Es ist schön zu sehen, dass wir zu den wenigen Schulen in unserem Raum zählen, die dieses Angebot nun schon seit acht Jahren regelmäßig anbieten können. Jetzt muss es nur noch am 9., 11. und 13. Mai klappen, denn dann sind für unsere Schüler die schriftlichen Abschlussprüfungen", so abschließend Alexander Hauptmann, Schulleiter der integrierten Gesamtschule.