Faszinierendes Panorama, anspruchsvolle Pisten und enorme Lernerfolge

Premiere für die Skifahrer der Heinrich-Böll-Schule: Erstmals im Olympia-Skigebiet Axamer Lizium unterwegs / Direkt an der Piste gewohnt

Über 40 Jahre bezogen die Skigruppen der Heinrich-Böll-Schule Quartier in St. Johann im Arnthal. Die Odenwälder kannten sich in dieser Südtiroler Region bestens aus und schlossen in den zurückliegenden Jahren viele Freundschaften. Dass sich die Organisatorin und Leiterin der Skifreizeiten, Astrid Schulze Icking, und deren Kollegen nach der Fahrt im vergangenen Jahr dazu entschlossen, ein neues Quartier in einem bislang für sie unbekannten Skigebiet zu suchen, war den familiären Veränderungen der Gastgeber, denen man weiterhin freundschaftlich verbunden ist, geschuldet. Die Wahl fiel auf das Olympia-Skigebiet Axamer Lizium vor der "Haustür" Innsbrucks.
Aufs Geradewohl wollte Astrid Schulze Icking mit den 68 Schülern des siebten Jahrgangs nicht ins neue Skigebiet reisen, aus diesem Grund startete sie mit ihrem Kollegen Tobias von Ayx und dem ehemaligen Schulleiter Peter Bauer eine kurze Vortour. Mit den allerbesten Eindrücken von der Unterkunft, die sich einen Steinwurf weit von den Liftanlagen befindet, und dem - zugegeben - anspruchsvollen Skigebiet kehrte das Trio zurück. Die Vorfreude auf die neue Umgebung wuchs vor dem Start der Skifreizeit von Tag zu Tag.
Nach einer reibungs- und staulosen Busfahrt erreichte die Gruppe bei strahlendem Sonnenschein den Zielort auf rund 1600 Meter. Das Skigebiet Axamer Lizium war zweimal Austragungsort von olympischen Spielen. Von den steil in die Höhe ragenden Bergspitzen eröffnet sich ein fantastischer Blick auf Innsbruck und das Inntal. Die Bergwelt ist sehr ursprünglich und deshalb ein Hotspot für Tourengeher. Natürlich kommen auch die "normalen" Skifahrer voll auf ihre Kosten.
Dass dieser Winter Kapriolen schlägt, merkte man auch auf 1600 Meter: Nicht alle Pisten konnten auf Grund von Schneemangel geöffnet werden und eine geplante Schlittenpartie mit den Schülern musste Mangels weißer Pracht ausfallen. Dafür unternahm man eine romantische Fackelwanderung mit anschließendem Punschumtrunk auf der Terrasse des Hotels. Damit nicht genug: Mit einem Spieleabend, einem Rätselabend und einer Party sorgte das Lehrerteam jeden Abend für Kurzweil und gute Stimmung bei den Schülern.



Alljährlich fahren die Schüler der Heinrich-Böll-Schule eine Woche in die Berge, um das Skifahren zu erlernen. In diesem Jahr wurde erstmals ein neues Ziel, das Olympia-Skigebiet Axamer Lizium, angesteuert - die Siebtklässler und Lehrer waren begeistert.


Unvergessen bleibt der Ausflug auf das rund 2000 Meter hohe Birgitzköpfl. Bei "Kaiserwetter" veranstaltete man einen Schneemann-Wettbewerb. Die siebten Klassen traten gegeneinander an und ließen ihrem handwerklichen Geschick und ihrer Fantasie beim Bau der weißen Gesellen freien Lauf. Am Ende wurde die schönste und originellste Schöpfung prämiert.
Im Mittelpunkt stand natürlich das Skifahren. Bei der Einteilung der Gruppen wurde auf die Fähigkeiten der Schüler geachtet, sodass eine optimale Förderung des Könnens beziehungsweise ein schnelles Erlernen garantiert war. Der Lernzuwachs bei den Anfängern war beachtlich: Schon nach dem ersten Tag beherrschten die Siebtklässler das Bremsen und Bogenfahren. Den Mädchen und Jungs machte die neue Sportart sichtlich Spaß, zumal sie - abgesehen von leichteren Blessuren - von schwereren Verletzungen verschont blieben.
Die versierten Fahrer machten sich mit der Zahnradbahn auf den 2340 Meter hoch gelegen "Hoadl", um von dort aus die anspruchsvollen Pisten abzufahren. Am dritten Tag wagten sich auch die Anfänger in höhere Regionen. Höhepunkt war die Novizen auf den Brettern die Bewältigung der "Damenabfahrt", die manche knifflige Passagen aufweist und das ganze Können der Anfänger abverlangte.
"Können wir nicht noch ein paar Tage hier bleiben. Es macht voll Spaß", meinte eine Siebtklässlerin am letzten Tag der Skifreizeit. Sie sprach ihren Jahrgangskameraden aus dem Herzen. Auch die Leiterin der Skifreizeit, Astrid Schulze Icking, zog ein überaus positives Fazit: "Der Aufenthalt in Axamer Lizium war in jeder Hinsicht ein Erfolg. Die Bedingungen waren sehr gut, sieht man vom Schneemangel respektive einigen gesperrten Pisten ab. Erwähnenswert ist auf jeden Fall, dass sich unsere Schüler auf und außerhalb der Piste vorbildlich verhielten."



Bei "Kaiserwetter" ging es auf die zahlreichen Pisten - egal ob blutiger Anfänger oder Halbprofi hier war für jeden etwas dabei.



Die Sportlehrer der HBS erteilten Skikurse, die immer auf das individuelle Können und Zutrauen der Mädchen und Jungen abgestimmt wurden.



Beim Schneemann-Wettbewerb auf dem rund 2000 Meter hohen Birgitzköpfl gehörter dieser weiße Geselle zu den schönste und zugleich originellste Werken.



Abend für Abend sorgten die Lehrer mit einem abwechslungsreichen Programm für gute Stimmung: Fackelwanderung mit Punschumtrunk, Spiele- und Rätselabend, Après-Ski-Party uvm.