Verabschiedung in den Ruhestand

Die Heinrich-Böll-Schule verliert mit Heike Born eine wertvolle Kollegin.

Das erste Halbjahr endet nicht nur mit der Übergabe der Halbjahreszeugnisse, sondern ist manchmal auch der Zeitpunkt für Verabschiedungen. An der Heinrich-Böll-Schule wurde die Lehrerin Heike Born von der Fürther Schulgemeinde im Rahmen einer kleinen Feier, zu der auch ehemalige Kollegen sowie Freunde und Familie kamen, in den wohlverdienten Ruhestand entlassen.
Zu ihrem Abschied wünschte sich Heike Born nur kurze und knappe Worte. Doch bei solch einer engagierten und dynamischen Lehrerin, die ihre Schule über mehrere Jahrzehnte hinweg mitgeprägt hat, reichten keinesfalls nur drei Sätze.
Heike Born studierte in Frankfurt a. M. die Fächer Mathematik und Erdkunde. Nach dem zweiten Staatsexamen trat sie im Jahre 1979 ihren Dienst an der Heinrich-Böll-Schule an. Die im Kollegium und bei den Schülern beliebte Lehrerin leitete als Beratungslehrerin den Bereich Suchtprävention für mehrere Schuljahre, auch war sie viele Jahre lang Mitglied des Personalrates. Für einige Zeit unterrichtete sie zusätzlich an der Nibelungenschule in Viernheim.
Christoph Reichwein, Mitglied des Personalrates, hatte eine besondere "Lossprechung" vorbereitet, bei der die angehende Pensionärin allerhand Fragen beantworten musste, bevor sie endgültig in den Ruhestand übertreten durfte. Diese "Ruhestandsprüfung" zeigte deutlich, warum Heike Born eine große Lücke hinterlassen wird und warum das Kollegium sie besonders vermissen wird.



Im Namen der Heinrich-Böll-Schule verabschiedete Andreas Stüber die Lehrerin Heike Born, die über mehrere Jahrzehnte hinweg die Schule mitgeprägt hat.


"Engagement zeichnet die unerschrockene Personalrätin aus. Bei ihrer Arbeit war sie anhaltend fleißig und immer gut gelaunt. In wichtigen Gesprächen war sie hellwach und gab acht, was gesagt und was nicht gesagt wurde", beschrieb Christoph Reichwein seine Kollegin. Heike Born hat sich bestens im Dienstrecht ausgekannt, zudem stellte sie immer im richtigen Augenblick die passenden Fragen. Frustrierte Kollegen tröstete sie und baute sie zugleich wieder auf. "Für Heike gab es fortwährend nur eine Richtung - vorwärts und dabei immer voller Einsatz für ihre Kollegen", so seine abschließenden Worte. Ein rotes Reisetagebuch gab es als Geschenk mit der Bedingung, dass die geschätzte Kollegin ab und zu mal in Fürth vorbeikommen muss, um aus dem Buch vorzulesen und Bilder von ihren Reisen zu zeigen.
Die Wertschätzung des Kollegiums drückte sich nicht nur in vielen herzlichen Worten des Dankes und zahlreicher Geschenke, sondern vor allem in der Trauer darüber aus, dass die liebe Kollegin nun die Schule verlässt.
Schließlich eröffnete die Lehrerin das Büffet mit den Worten: "Ich freue mich auf das, was kommt!" Die erste Reise als Rentnerin beginnt für sie und ihren Ehemann übrigens schon in wenigen Tagen, Ziel ist der südlichste Punkt der Erde, die Antarktis.
Der Lehramtsreferendar Oliver Ruden wurde zum Ende des ersten Halbjahres ebenfalls verabschiedet. Im November 2014 hatte er seinen Vorbereitungsdienst an der HBS angetreten und eineinhalb Jahre später das zweite Staatsexamen erfolgreich bestanden. Seinen Dienst als Lehrer kann er nun an einer anderen Schule weiterführen. Die HBS wünscht ihm dabei alles Gute.