Neue Krankentrage ist einsatzbereit

Die Schulsanitäter der Heinrich-Böll-Schule kurbelten mit selbstgemachten Waffeln und heißem Kinderpunsch die Spendenbereitschaft der Schulgemeinde an.

Die Jungen und Mädchen in ihren neongelben Warnwesten und dem Walkie-Talkie in der Hand sind auf dem Fürther Schulhof nicht zu übersehen. Wirklich jeder Schüler und Lehrer der Heinrich-Böll-Schule kennt sie: die Schulsanitäter.
Sie haben sich dazu bereit erklärt, im Umfeld Schule anderen Mitschülern und Lehrkräften in kleineren oder größeren Notsituationen wie z.B. einer Schürfwunde oder einem Asthma-Anfall sichere und schnelle Erste Hilfe zu leisten. Pflaster oder Verband, Ruheraum oder Rettungswagen - sind dabei nur einige Entscheidungen, die sie tagtäglich zutreffen haben. Je nach Absprache werden sie entsprechend dem Dienstplan alarmiert und leisten dann mit der Einsatztasche am Ort des Geschehens Erste Hilfe. Zuvor wurden sie vom Jugendrotkreuz Bergstraße als qualifizierte Ersthelfer ausgebildet und lernten alles Notwendige für diese wichtige Aufgabe.
Aber auch regelmäßige Weiterbildungen und wiederholte Trainingseinheiten kommen nicht zu kurz. So treffen sich die Jugendlichen immer zweimal im Monat, um ihr Wissen zur Ersten Hilfe zu vertiefen und zu erweitern. Mit verschiedenen Aktionen sammeln sie zudem Spenden für weitere Anschaffungen.
Zu Beginn des Schuljahres im Sommer entstand bereits die Idee, eine Spendenaktion zu organisieren. In der Adventszeit nahm die Idee dann endlich Gestalt an. Das Team verkaufte heißen Kinderpunsch und selbstgemachte Waffeln. Beides fand reißenden Absatz. Den ganzen Vormittag über stellten sich die Schüler auf den Schulhof und brachten ihre Köstlichkeiten an den Mann. Aus dem Erlös kauften sie voller Stolz eine Trage im Wert von 150 Euro, die bereits am Tag der offenen Tür im Januar bestaunt werden konnte.



Voller Stolz präsentieren die Schulsanitäter der Heinrich-Böll-Schule ihre neu erworbene Krankentrage. Der neue Schulleiter Alexander Hauptmann probierte diese sogleich selbst aus.


"Es ist bewundernswert, wie sich die Schüler über den wöchentlichen Einsatz in der Pause zusätzlich engagieren und über das Schulbudget hinaus Anschaffungen selbst bezahlen wollen", so die Lehrerin Barbara Holzapfel-Hesselmann, die den Schulsanitätsdienst an der Heinrich-Böll-Schule mit aufgebaut hat und koordiniert.
Die Schüler in den neongelben Warnwesten fielen auch dem neuen Schulleiter Alexander Hauptmann rasch auf, als er den Schulhof überquerte. Nur wenige Tage später nahm er sich die Zeit, um die engagierten Jugendlichen persönlich kennenzulernen. Die Schulsanitäter waren mächtig beeindruckt, als sich ihr neuer Schulleiter als Testperson für die Krankentrage spontan zur Verfügung stellte.