Aufräumaktion bleibt keine Eintagsfliege

Eine Schülergruppe der Heinrich-Böll-Schule unterstützte die Aktion "Sauberhaftes Fürth" ein weiteres Mal.

Die mittlerweile achte Auflage der Aktion "Sauberhaftes Fürth", die vor wenigen Wochen stattfand, nahmen die inzwischen Siebtklässler zum Anlass, um ein zweites Mal mit Handschuhen, Zangen und Müllsäcken bewaffnet ihr Schulgelände und die umliegende Gegend von achtlos weggeworfenen Abfall zu befreien.
"Auch unsere Aktion soll in die nächste Runde gehen!", so die einvernehmliche Meinung der Schüler der Heinrich-Böll-Schule. Vor genau einem Jahr startete ein 20-köpfiges Team im Religionsunterricht eine Aufräumaktion rund um ihre Schule. Schon damals war ihnen klar, diese durchgeführte Idee bleibe keine Eintagsfliege.
In Gruppen schwärmten die Kinder erneut zu unterschiedlichen Gebieten aus und staunten auch diesmal wieder nicht schlecht, was alles klammheimlich in die Umwelt geworfen wird. Besonders froh waren sie, um ihre Handschuhe und Greifzangen, denn was da zum Vorschein kam, war gar eklig: aufgeweichte Zigarettenpackungen, jede Menge leere Flaschen, unzählige klebrige Plastiktüten und gammelige Kaffeebecher. Obwohl sie nur wenige hundert Meter unterwegs waren, füllten die Schüler ihre blauen Müllsäcke verblüffend schnell. Auf dem Weg zwischen Schule und Bahnhof wurde ihnen besonders bewusst, dass für diese Vermüllung auch ihre Mitschüler und sie verantwortlich sind.



Mit Sack und Zange im Einsatz für eine sauberere Umwelt: Mit ihrer Müllsammelaktion leisteten die HBS-Schüler einen wichtigen Beitrag dazu.


"Positiver Nebeneffekt dieser Aktion ist, dass die Schüler sensibilisiert werden, was ihr eigenes Umweltverhalten betrifft. In Zukunft werden sie achtsamer in ihrem eigenen Verhalten sein", erklärte die verantwortliche Religionslehrerin Eveline Vieweg, die zusätzlich von den beiden Schulhausmeistern Fritz Ueberall und Michael Böhler unterstützt wurde. Den HBS-Schülern ginge es nicht nur darum, für Sauberkeit zu sorgen, sondern auch ein Zeichen für den Umweltschutz zu setzen, so die Pädagogin.
"Am besten hat uns gefallen, dass uns Anwohner angesprochen haben. Sie wollten ganz genau wissen, wie wir auf diese Idee gekommen sind und haben uns dann sogar gelobt. Einige wussten sogar noch, dass wir im letzten Jahr auch da waren", erzählte eine Gruppe stolz, während sie ihren vollen Müllsäcke präsentierte.
Vor genau zwölf Monaten entstand ihre Idee zur Müllbeseitigung. Die damals noch Sechstklässler diskutierten während des katholischen Religionsunterrichts, was konkret die Aufforderung "Mach euch die Erde untertan!" bedeutet, die im Alten Testament der Bibel zu finden ist. Vernünftig mit der Erde umzugehen, war damals ihre Antwort. Zusammen mit ihrer Lehrerin setzten sie dann diesen Gedanken in die Tat um.
"Hoffentlich können wir nächstes Jahr die dritte Runde starten. Vielleicht machen dann sogar noch mehr Klassen mit, denn es hilft der Umwelt und macht nebenbei wirklich viel Spaß", so der Wunsch der Schüler, die am liebsten in der nächsten Religionsstunde wieder losziehen würden.