Südhessische Meisterschaften im Orientierungslauf - Heinrich-Böll-Schule jubelt

Die Schulmannschaft der Jungen holt den Titel, die Mädchen werden Vizemeister.

Schnell zu Fuß und gut orientiert, waren die Orientierungsläufer der Heinrich-Böll-Schule (HBS) auf den Südhessischen Meisterschaften des Schulwettkampfes "Jugend trainiert für Olympia". Unter den zwölf Schulen, 40 Teams und 328 Teilnehmern glänzten die Fürther mit läuferischer Kondition, hoher Konzentration und taktischen Fähigkeiten.
Die feuchtkalte Witterung in Bad König störte die Schulmannschaft der Mädchen nicht im Geringsten. In der Wettkampfklasse II liefen sie ein hervorragendes Rennen, bei dem sie als Mannschaft am Ende Vizemeister wurden. Zusätzlich gewannen Lara Wieland (10/5) und Sina Weise (10/2) die Einzelwertung der 2,6 Kilometer langen Strecke und dürfen sich ab sofort "südhessische Orientierungslaufmeisterinnen" nennen.
Die Schulmannschaft der Jungen setzte noch einen drauf, denn in einem spannenden Kampf um die Mannschaftswertung der Wettkampfklasse II sicherte diese sich den ersten Platz. Auf der 3,1 Kilometer langen Strecke war das Team zwei Minuten und eine Sekunde schneller als das Gymnasium Michelstadt, sodass sie als Mannschaft nun die amtierenden Landesmeister Südhessens sind. Doch damit nicht genug, denn auch bei den Jungen sicherte sich die Heinrich-Böll-Schule den Einzelwertungstitel. Mika Hopp (9/4) und Felix Pfeiffer (9/4) ließen alle anderen Starter hinter sich und triumphierten bei ihrem ersten Start im Orientierungslauf eindrucksvoll.



Die Orientierungsläufer der Heinrich-Böll-Schule triumphierten eindrucksvoll bei den Südhessischen Meisterschaften.


Vor allem auf Orientierungsvermögen und Laufausdauer kommt es beim Orientierungslauf, kurz OL genannt, an. So schnell wie möglich müssen sich die Sportler allein mithilfe von Karte und Kompass von markierten Kontrollposten zu Kontrollposten bewegen. Gestartet wird in Zeitabständen von einigen Minuten, um ein direktes Nachlaufen zu verhindern. Maximal sechs Einzelläufer oder Paare gehören zu einer Mannschaft. Es werden die besten vier Zeiten eines Teams zur Gesamtwertung addiert, unabhängig davon, ob sie von einem Einzelläufer oder einem Läuferpaar erzielt worden sind. Die Strecke, die übrigens nicht vorgegeben ist, sondern selbstständig gefunden werden muss, geht über Felder und Wiesen oder aber liegt mitten im Wald. Immer wieder kann es während des Rennens zu Fehlentscheidungen kommen, die sich auf die Zeit auswirken. Nur wer sich am Ende nicht aus der Ruhe bringen lässt und kühlen Kopf bewahrt, hat die Chance auf den Sieg.
"Unsere Schüler sind gegen ein wirklich starkes Feld angetreten, denn zu den zwölf Schulen zählen auch große Gymnasien. Der Wert der erbrachten Leistung wird damit noch mal besonders deutlich. Das haben sich die Jungen und Mädchen mehr als verdient und dürfen wahrhaftig stolz sein. Wir freuen uns auf das anstehende neue Trainingsjahr", so die beiden betreuenden Sportlehrer Sebastian Rhein und Sven Spottka, die den Orientierungslauf an der integrierten Gesamtschule anbieten.
Schon am nächsten Schultag verbreitete der kommissarische Schulleiter Andreas Stüber die freudigen Neuigkeiten im Schulhaus, indem er eigens für die talentierten Sportler eine Durchsage machte und ihnen herzlich gratulierte.
Für die Heinrich-Böll-Schule starteten: Patrick Götz, Bastian Schmitt und Leon Weise (9/2), Mika Hopp, Felix Pfeifer und Niclas Schmitt (9/4), Manuel Massoth, Tim Strahl und Tobias Voigt (10/2), Moritz Machus (10/6), Aileen Stay (9/1), Maike Guthier und Tatjana Schütz (9/2), Mira Hölzing, Hannah Hüttig und Anna Wagner (10/1), Violetta Nowak und Sina Weise (10/2), Lara Wieland (10/5), Ines Gutschalk (10/6).