Schülerschaft setzt sich ein Denkmal

Auf dem Schulhof der Heinrich-Böll-Schule wurden nach langem Warten vier neue Spielgeräte in Betrieb genommen.

Wenn man sich für etwas einsetzt und dafür kämpft, erreicht man dieses Ziel auch. Dass dieser von Pädagogen gern benutzte Leitsatz auf die Schüler der Heinrich-Böll-Schule zutrifft, zeigte sich schon bei dem durch die Fachschaft Sport durchgeführten Sponsorenlauf im Juni vergangenen Jahres. Die lauffreudigen Schüler und deren spendable Sponsoren sorgten damals für eine ordentliche Summe, die für die Anschaffung neuer auf dem Schulhof fest integrierter Spielgeräte geplant war.
Ein langes Warten hat endlich ein Ende: Kurz vor den Sommerferien tat sich plötzlich etwas auf dem Schulhof, denn Lastwagen, Transporter und Bagger der Firma Wasseroth rollten an, um die neu erstandenen Spielgeräte des Herstellers Kompan zu installieren. Nur zwei Tage später vernahm man schon vom Weiten freudiges Lachen und lautes Jauchzen der tobenden Schüler, die von der Geschwindigkeit und dem Drehen auf dem "Supernova" nicht genug bekamen. Die Kinder und Jugendlichen stießen den großen schräg gestellte Ring immer wieder an und probierten aus, wer am längsten stehen bleiben kann. Aber auch am Dreier-Turn-Reck testeten sie ihre Kraft und Geschicklichkeit aus, indem sie sich mit Schwung auf den Kopf stellten.



Zur Besichtigung der neuen Spielgeräte der Heinrich-Böll-Schule (HBS) waren gekommen (von links nach rechts): Marco Colin (Leiter der Abteilung Schulen und Bildungseinrichtungen im Kreis Bergstraße), Gernot Oberle und Sebastian Rhein (beide Sportfachleiter der HBS), Volker Oehlenschläger (Fürther Bürgermeister), Bernd Schmitt (erster Vorsitzender des Gewerbevereins Fürth) und Andreas Stüber (kommissarischer Schulleiter der HBS).


Dass solch ein Projekt nicht sofort in die Tat umgesetzt werden kann, sondern zuvor bürokratische Hürden erklommen werden müssen, war der Fürther Schulgemeinde - allen voran den Leitern der Fachschaft Sport - klar. Im Traum hatten sie nicht daran gedacht, dass dieser Weg nochmals äußerst mühsam sein und so manche Hartnäckigkeit bereithalten würde. Doch endlich - nach mehr als einem Jahr haben sich die sportlichen Herausforderungen der Schüler sowie der ausdauernde Einsatz der Lehrer ausgezahlt.
"Regen hält mich nicht davon ab, die neuen Errungenschaften der HBS zu besichtigen", so der Fürther Bürgermeister Volker Oehlenschläger, der nicht nur zum Schauen, sondern auch zum Ausprobieren kam. Begleitet wurde er an diesem nassen Tag von Bernd Schmitt, dem ersten Vorsitzenden des Gewerbevereins Fürth, sowie Marc Colin, dem Leiter der Abteilung Schulen und Bildungseinrichtungen im Kreis Bergstraße. Der kommissarische Schulleiter Andreas Stüber sowie beiden Sportfachleiter Sebastian Rhein und Gernot Oberle dankten ihnen für die förderliche Unterstützung und gute Zusammenarbeit.



Die Schüler haben jede Menge Spaß daran, mit verschiedenen Bewegungen und dem Körperschwerpunkt die Drehungen von "Spica" zu kontrollieren.


"Insgesamt gibt es vier neue Spielgeräte, die verschiedene Bewegungsmöglichkeiten für jede Altersgruppe bieten und so die motorischen Fähigkeiten aller fördern. Doch viel wichtiger, diese Geräte geben den Schülern zurecht ein stolzes Gefühl. Schließlich waren sie es, die voller Elan und Ausdauer etwas Bleibendes für ihre Schule geschaffen haben", erläutern die beiden Sportfachleiter Sebastian Rhein und Gernot Oberle. Ihr Dank galt zusätzlich den zahlreichen Sponsoren, der Gemeinde Fürth, dem Kreis Bergstraße, der Firma Kompan sowie Wasseroth für die Unterstützung und Mühe, auch wenn sie sich die zeitliche Umsetzung einzelner Behörden gerne etwas zügiger gewünscht hätten.
"Wir sind als Schule unheimlich stolz auf unsere Schülerschaft, denn sie haben sich durch ihren ausdauernden Einsatz ein wahrhaftes Denkmal gesetzt", bilanzierte Andreas Stüber das Projekt seiner integrierten Gesamtschule. Den Sportlehrern und ihm ginge es hierbei nicht allein um die sportliche Herausforderung, sondern um die Fähigkeit, sich für Dinge einzusetzen und dafür Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen. "Je älter die Schüler werden, desto wichtiger ist diese Befähigung für sie, denn nur so erreichen sie am Ende zufrieden ihr selbst gestecktes Ziel", so der kommissarische Schulleiter.