Die Heinrich-Böll-Schule im Sofi-Fieber

Am Freitagvormittag beobachteten mehrere hundert Schüler, wie weit mehr als die Hälfte der Sonne vom Mond verdeckt wurde.

Das Wetter hat mitgemacht, der Blick in den Himmel hatte sich gelohnt. Die Heinrich-Böll-Schule (HBS) hat es ihren Schüler nicht verwehrt, Zeugen dieses Naturphänomens zu werden. Rechtzeitig hatten deshalb die Lehrkräfte für ihre Klassen ausreichend Schutzbrillen geordert, zudem wurde im Vorfeld das Thema ausgiebig im Unterricht besprochen. "Dies ist doch der ideale Zeitpunkt, um den Schülern ganz anschaulich zu zeigen, wie spannend Physik und Astronomie sind. Hier dürfen sie über echtes Leben staunen. Wir waren uns sofort einig, dass unsere Schüler dieses Phänomen wahrhaftig und nicht etwa am Bildschirm erleben sollen", erklärte der kommissarische Schulleiter Andreas Stüber, der am Freitagmorgen seine Schüler zur Verfolgung der Sonnenfinsternis ins Freie einlud. Bei bestem Wetter und fast wolkenlosem Himmel nutzen in der vierten Schulstunde hunderte von Schülern zusammen mit ihren Lehrern den Schulhof, um mit ihren Spezialbrillen in Richtung Sonne zu schauen und das wunderbare Naturschauspiel gemeinsam zu beobachten. "Es ist schon ein irres Gefühl, wenn es plötzlich düster wird, wenn eine merkwürdige Kälte aufsteigt", staunte die Schülerin Hannah, die sah und zugleich fühlte, wie sich am helllichten Tag der Mond vor die Sonne schiebt.



Sofi? Ja klar! Mit Spezialbrillen ausgerüstet durften am Freitag mehrere hundert Schüler der Heinrich-Böll-Schule die Sonnenfinsternis live im Freien verfolgen.


"Für die Schüler aber natürlich auch für uns Lehrer war das etwas ganz Besonderes und Spannendes zugleich", schwärmte Physiklehrer Willi Gramlich. "Die nächste Beobachtungschance für eine partielle Sonnenfinsternis in Deutschland gibt es am 25. Oktober 2022. Doch auch hier muss das Wetter erst einmal mitspielen. Wer auf eine totale Sonnenfinsternis hofft, der muss noch sehr, sehr lange warten. Richtig dunkel wird es in Deutschland zum nächsten Mal am 3. September 2081."



Das Wetter hat mitgemacht, der Blick nach oben hat sich gelohnt.


Doch aber auch noch in diesem Jahr kann ein weiteres großartiges Spektakel am Himmel beobachtet werden, denn in der Nacht vom 27. auf den 28. September taucht der Vollmond vollständig in den Kernschatten der Erde und wird rot schimmern. Diese totale Mondfinsternis heißt "Blutmond". Ein guter Grund, den Schüler nutzen sollten, um noch etwas länger aufbleiben zu dürfen.