Die Skifreizeit als Perle der pädagogischen Arbeit der Fachschaft Sport

Die Teilnehmer der 42. Skifreizeit der Heinrich-Böll-Schule erlebten eine Ski-Woche voller einprägender und unvergesslicher Augenblicke

Eins ist sicher - Wer als Schüler einmal eine Skifreizeit mitgemacht hat, wird sich sein Leben lang daran erinnern: An den Spaß, das Gemeinschaftsgefühl und vielleicht sogar das allererste Mal auf Skiern, einem Hobby, das man ein Leben lang beibehalten wird und das man ohne die Fahrt mit seiner Schule nie entdeckt hätte. Dass ihre Skifreizeit genau solch ein sagenhaftes und zugleich unvergessliches Erlebnis war, bestätigte ausnahmslos jeder Siebtklässler, der in diesem Winter mit der Heinrich-Böll-Schule (HBS) zum Skifahren in Südtirol war.
Keiner der blutigen Anfänger hätte wohl im Entferntesten daran gedacht, nach dem ersten Skitag bereits sicher längere Abfahrten bewältigen zu können. Überrascht und erfreut zugleich vom deutlichen Lernzuwachs waren nicht nur die Ski-Neulinge selbst, sondern auch ihre verantwortlichen Pädagogen. An sechs Tagen erteilten die Sportlehrer der HBS Skikurse, die immer auf das individuelle Können und Zutrauen der Mädchen und Jungen abgestimmt wurden. Die zahlreichen Pisten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad in den beiden Skigebieten Speikboden und Klausberg waren hier bestens geeignet. Die sichere und moderne Ausrüstung unterstützte zudem den schnellen Fortschritt.



Die Schüler der Heinrich-Böll-Schule verbrachten eine erlebnisreiche Skifreizeit im Ahrntal in Südtirol.


"Eine Skifreizeit ist oft genau die Initialzündung, die ein Jugendlicher benötigt, um wieder Freude an regelmäßiger Bewegung in der Natur zu entwickeln. Einige von ihnen werden vielleicht auch zum ersten Mal mit Ängsten konfrontiert, wenn sie am Anfang einer steileren Piste stehen. Durch die behutsame Begleitung durch uns Skilehrer gelingt es den Schülern, diese Angst zu bewältigen, wodurch ihr Selbstvertrauen enorm gestärkt wird", erklärt die Organisatorin Astrid Schule Icking.
Skikurse in Südtirol gehören an der Heinrich-Böll-Schule schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil des breitgefächerten Sportangebotes und erfreuen sich jedes Jahr aufs Neue großer Beliebtheit. Alljährlich fahren die Schüler der siebten Klassen eine Woche in die Berge, um ihre Fähigkeiten auf den Skibrettern zu verbessern oder den Sport zu erlernen. Darüber hinaus trägt die Freizeit dazu bei, die Gemeinschaft unter den Schülern zu stärken oder den Kontakt zu den begleitenden Lehrern zu verbessern.



Ob Neuling, Fortgeschrittener oder Profi - auf dem Gipfel hatten Schüler sowie Lehrer viel Spaß beim Skifahren, der Gemeinsinn wurde gestärkt.


Skifahren fordert andere Fähigkeiten als der tägliche Schulbetrieb. Die besten Schüler sind nicht unbedingt auch immer die besten Sportler und so wird manche feste Rolle aufgelockert. Nicht alltägliche Lerngelegenheiten erlauben den Kindern zudem, sich selber neu zu erfahren und bisher unbekannte Fähigkeiten zu entdecken. Das stärkt echtes Selbstvertrauen und Zuversicht - nicht nur im Schulalltag. Neben der sportlichen und persönlichen Entwicklung werden auch soziale Fähigkeiten gefördert, denn die Gleichaltrigen erleben eine Woche in den Bergen mit einer Fülle von gemeinsamen winterlichen Aktivitäten und Abenteuern auch abseits der Pisten, was den Zusammenhalt der Gruppe festigt.
Neben den täglichen Fahrten in den beiden Skigebieten Speikboden sowie Klausberg und der herrlichen Sicht auf das Bergpanorama bleibt den Siebtklässlern sicherlich die Nachtwanderung zu einem der ältesten Bergbauernhöfe im Ahrntal in Erinnerung, wo sie die Bäuerin kennenlernten, die über den Alltag in den Bergen berichtete. Bei einem Glas Milch sowie selbst produzierten Apfel- und Himbeersaft erfuhren die Kinder wie viel Arbeit, Hingabe und Geduld in so einem regionalen Produkt stecken.
"Das Erleben der einzigartigen Bergwelt bietet unseren Schülern sowohl auf der Skipiste oder dem Bergbauernhof überwältigte Eindrücke, die für sie unvergesslich bleiben. Die Natur wird hier für die Kinder zu einer praktischen Erfahrung, die ihr Leben prägt. Sie können nur das schützen, was sie kennen und erhalten möchten", so Andreas Stüber, der als kommissarischer Schulleiter dieses sportliche Angebot unterstützt und befürwortet.
Die Skishow "Fire and Ice" war ein abschließender Höhepunkt, den die Kinder am vorletzten Tag erleben durften. Einheimische Skilehrer demonstrierten bei farbenprächtigem Licht und stimmungsvoller Musik verschiedene Techniken und schwungvolle Formationen. Atemberaubende Stunts sowie kühne Sprünge ließen die Schüler staunen. Mit einem bunten Feuerwerk endete das Spektakel, an das sich die Fürther noch lange erinnern werden.
Die integrierte Gesamtschule ist seit Jahren bekannt für ihre sportlichen Aktivitäten und Erfolge. Das Profil der HBS wird unter anderem von der Sportfachschaft geschärft; darauf ist die Schulleitung besonders stolz. "Skifreizeiten fördern und unterstützen die Entwicklung von Jugendlichen in sozialen, sportlichen, ökologischen sowie persönlichen Bereichen gleichermaßen. Deshalb waren Skifreizeiten noch nie so wichtig wie heute, trotz des Aufwands und der Kosten, die damit verbunden sind. Auch in Zukunft wollen wir auf keinen Fall auf diese Perle verzichten", betonen die beiden Sportfachleiter Gernot Oberle und Sebastian Rhein.
Mit Wehmut nahm die HBS-Reisegruppe Abschied vom Ahrntal. Ein letztes Mal genossen die Schüler und Lehrer das herrliche Bergpanorama. "Ihr wart eine tolle Truppe, mit der wir viele unvergessliche Momente während der Ski-Woche erlebt haben. Es hat viel Spaß gemacht mit euch", fasste Organisatorin Astrid Schulze Icking die Eindrücke zusammen.



Die zahlreichen Pisten mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad in den Skigebieten Speikboden und Klausberg waren für jedes Können bestens geeignet.