Interviews geführt, Jingles gesucht und Töne geschnitten

Achte Klasse der Heinrich-Böll-Schule beteiligte sich an Hit Radio FFH-Projekt "Du bist Radio"

Jonas, Maurice, Marie und Franziska schnappen sich das Mikrophon und gehen auf Stimmenfang. Martin, Clara, Dennis und Tim sitzen derweil am Computer und setzen das Puzzle der Toncollage zusammen. Permanent werden sie mit Material zum Thema "Smartphone" beliefert. Im Saal nebenan sind Matthias, Emma, Hannah, Magdalena und Stina dabei, einen ausdrucksvollen Radiospot zum Thema "Frühling" zu kreieren. Während sie werkeln, sind ihre Mitschüler in Aktion: Sie interviewen Lehrer oder suchen passende Musik oder Töne. Zwei Tage lang waren die Schüler der Klasse 8/5 der Heinrich-Böll-Schule voller Elan an der Arbeit, stets das Ziel vor Augen, einen optimalen Radiobeitrag zu produzieren.
Die Jugendlichen schlüpften in den zwei Tagen in die Rolle von Radiomachern und verwandelten normale Klassensäle in Aufnahmestudios. Sie scheuten nicht davor zurück, Lehrern das Mikrophon unter die Nase zu halten und unbefangen zu befragen. Ergebnis ihres dreitägigen Schaffens ist ein sechzig Sekunden dauernder Beitrag, der bei Hit Radio FFH zu hören sein wird. Zuhörer geben dann ihr Votum im Internet ab. Eine kompetente Jury urteilt ebenfalls über den Beitrag. Auf die drei Erstplatzierten wartet ein ansehnlicher Geldpreis.
Im vergangenen Jahr beteiligte sich Klassenlehrerin Astrid Schulze Icking am Gemeinschaftsprojekt "Du bist Radio!" des Senders FFH, der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und Neue Medien (LPR Hessen) und dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation (MuK) - Landesfilmdienst Hessen. Die Freude war groß, als bekannt wurde, dass die neunte Klasse den dritten Rang belegte und einen Geldpreis einheimste.



Mit Begeisterung produzierten die Schüler der Klasse 8/5 der Heinrich-Böll-Schule eine Soundcollage für den Wettbewerb "Du bist Radio". Hilfe bei technischen Fragen erhielten sie von Mitsch Schulz, Mitarbeiter des Institutes für Medien und Kommunikation.


Auf Einladung von Hit Radio FFH nahmen die Pädagogen der 15 ausgewählten Klassen aus ganz Hessen im November vergangenen Jahres an einer Fortbildungsveranstaltung in Bad Vilbel teil. Die Lehrkräfte wurden von Mitarbeitern des Senders und des Institutes für Medienpädagogik und Kommunikation über den Ablauf des Projektes informiert. Eingebettet war die Veranstaltung in einen Rundgang durch das Sendegebäude. Dann zogen die Vertreter der Schulen je zwei Begriffe, über die ihre Schüler ihren Beitrag erarbeiten sollten.
Für das nötige Basiswissen und die Technik sorgte Mitsch Schulz, Mitarbeiter des Institutes für Medienpädagogik und Kommunikation. Er war an den beiden "Studiotagen" in Fürth. Das Projekt sei keine Spaßveranstaltung, sondern fördere die Medienkompetenz der Schüler, betonte Schulz. Sie lernten, welche Aufgaben in einer Redaktion anfielen und wie schwierig es sei, einen Beitrag interessant zu gestalten und perfekt zu produzieren, so der Medienexperte weiter. Mitsch Schulz lobte die technische Ausstattung der Schule. Andernorts fehle oft das nötige Equipment, und die Computerprogramme seien veraltet. An der HBS kümmert sich Oberstudienrat Christian Eckes um Hard- und Software.
Bevor die Schüler an die Arbeit gehen konnten, mussten sich zwei Gruppen bilden. Wer glaubte, die beiden Geschlechter trennten sich akkurat, der sah sich getäuscht. Bei der Klasse 8/5 handelt es sich um eine sehr homogene Klassengemeinschaft, in der Mädchen und Jungs harmonisch zusammenarbeiten. Bevor die beiden Gruppen, die sich übrigens mit Rat und Tat gegenseitig unterstützten, ans Werk gingen, konzipierten sie einen Plan. Erst danach machten sie sich an die Arbeit. "Keiner hätte geglaubt, dass man zwei Tage intensiv arbeiten muss, um einen 60 Sekunden dauernden Radiospot zu gestalten", erklärten Felix, Johannes, Benedikt und Salina.
Nun musste das Projekt organisiert werden. Wer macht sich als Reporter auf den Weg? Wer kümmert sich um den nötigen Sound und mixt die Musik? Wer montiert die Beiträge am Computer? Fragen über Fragen, die zu klären waren. Mitsch Schulz war am Ende sehr angetan von beiden Radiobeiträgen. Die Entscheidung fiel schwer. Eine Mehrheit stimmte für den Beitrag zum Thema "Frühling". "Es hat riesigen Spaß gemacht", meinten Hendrik, Mark, Jan, Laura und Alexander einmütig. "Keiner hätte geglaubt, dass man zwei Tage intensiv arbeiten muss, um einen 60 Sekunden dauernden Radiospot zu gestalten", fügten Felix, Johannes, Benedikt und Salina hinzu.
Jetzt drücken die Klasse und die Schulgemeinde kräftig die Daumen. Alle Beiträge werden im Frühjahr auf einem eigens dafür eingerichteten Kanal auf FFH Digital gesendet. "Wir werden für unseren Beitrag kräftig werben und möglichst viele Leute dazu auffordern, für uns im Internet abzustimmen", kündigten die Klassensprecher Tim und Manuel an.