David siegt gegen Goliath

Die junge Mannschaft der Heinrich-Böll-Schule siegt in Bensheim beim Kreisentscheid Fußball.

In der vergangenen Woche (08.10.) reisten insgesamt sechs Fußballmannschaften der Jahrgänge 2001 bis 2003 des Kreises Bergstraße, darunter auch die Schulmannschaft der Heinrich-Böll-Schule (HBS), nach Bensheim zum Kreisentscheid in der Wettkampfklasse III bei "Jugend trainiert für Olympia".
Dass die Spiele nicht einfach für sie werden würden, war den 15 Jungen der HBS klar, denn mit allein acht 13-jährigen Spielern gehörten sie zu der Mannschaft mit den jüngsten Sportlern. Körperlich waren ihnen die ein bis zwei Jahre älteren Gegner deshalb auch größtenteils überlegen. Ihr technisches Talent sowie ihr läuferischer Einsatz sorgten in diesem Turnier jedoch für eine unerwartete Wende im Kampf David gegen Goliath.
Im ersten Spiel der Vorrunde warteten auf die HBSler sogleich die gehandelten Favoriten des Alten Kürfürstlichen Gymnasiums (AKG) Bensheim. Lange Zeit hielten sie spielerisch mit, verloren jedoch u.a. auch wegen der körperlichen Präsenz des Gegners und eigenen individuellen Fehlern kurz vor Ende mit 1:4. Nach Umstellung der Mannschafft traten sie im zweiten Spiel diesmal gegen die Alexander-von-Humboldt-Schule wie verwandelt auf und erreichten durch einen spielerisch überzeugenden 2:1-Sieg als Gruppenzweiter die Zwischenrunde.
Im darauffolgenden Kampf gegen die Bensheimer Geschwister-Scholl-Schule als Sieger der Gruppe B erlebte die HBS-Mannschaft ihr bis dahin bestes Spiel, was sie sage und schreibe mit einem 5:0-Sieg gewann und so triumphierend ins Endspiel des Turnieres einzog.
Im letzten und somit auch spannendsten Spiel mussten die Fußballer nochmals gegen den ersten Gruppenspiel-Gegner, gegen den man noch vorher 1:4 verloren hatte, ran. Doch die Mannschaft spielte und kämpfte erneut wie aus einem Guss und lag völlig unerwartet bis zur Halbzeit 2:0 in Führung. Nach der Pause drängte der Gegner mächtig auf das HBS-Tor, sodass schon bald das 2:1 Gegentor fiel. Bis zum Schlusspfiff verteidigten jedoch die Jungs der HBS-Mannschaft durch die kämpferische und mannschaftliche Geschlossenheit sowie auch etwas Glück den Sieg.



Die Urkunde zeigt es: 1. Platz beim Kreisentscheid Fußball.


Die von den Sportlehrern Kurt Oberle und Gernot Oberle trainierten Fußballer ließen ziemlich bald keinen Zweifel an ihrem späteren Erfolg. "Die Jungs haben ein überragendes Turnier abgeliefert", äußerte Gernot Oberle voll des Lobes. "Der Triumph ist umso höher zu bewerten, da die Sportler tatsächlich zu den jüngsten zählten und sich trotzdem nicht einschüchtern haben lassen." Das auffallend faire Auftreten der Schüler sowohl während als auch außerhalb des Turniers mache sie besonders stolz. Auf die Mannschaft könne man sich verlassen, bemerkte Kurt Oberle, der seit Jahren für die Talentförderung an der Schule verantwortlich ist, anerkennend.
Jetzt gilt die ganze Aufmerksamkeit dem Südhessenentscheid im Frühjahr 2015, für den sich die Mannschaft automatisch qualifiziert hat. "Natürlich wollen wir auch dort für Furore sorgen und die Erfolgsserie fortsetzen", kündigte Kurt Oberle an. Die Chancen stünden gut, meinte der Sportpädagoge, denn: "Die Mannschaft möchte noch intensiver trainieren, um noch bessere Leistungen abzuliefern. Außerdem drückt die komplette HBS die Daumen."
"Die Erfolge machen deutlich, dass die Schüler an der Heinrich-Böll-Schule von Sportlehrern begleitet werden, die wirkliche Fußballexperten sind und sich seit Jahren dieser Talentförderung als elementare Aufgabe angenommen haben", konstatierten die beiden Sportfachleiter Gernot Oberle und Sebastian Rhein. "Auch in Zukunft werden sowohl Mädchen als auch Jungen in dieser Sportart verstärkt ins Visier genommen, um sie in die besondere Förderung des Fußballtalentes aufzunehmen", kündigten die beiden Sportlehrer an. Mannschaftsspieler der Heinrich-Böll-Schule:
Johannes Arras, Sandro Bahr, Urs Bieder, Florian Butscher, Tyron Darffour, Julian Frank, Patrick Görner, Nicolas Helm, Jannis Lindner, Joshua Massoth, Jonas Menzel, Georg Pfeifer, Aljoscha Rumpf, Gabriel Strambach, Robin Weber