Mehr als nur eine historisch bedeutende Küstenstadt

Schüler der Heinrich-Böll-Schule verbrachten acht schöne Tage in der englischen Stadt Whitby

"Whitby (dänisch: weiße Stadt) ist eine Kleinstadt im Borough of Scarborough der englischen Grafschaft North Yorkshire. Sie befindet sich an der Mündung des Esks in die Nordsee im Nordosten der Grafschaft und ist ein bedeutender historischer Küstenort", heißt es im Internetlexikon Wikipedia. Für Schüler der Heinrich-Böll-Schule ist die Stadt auf der Insel weit mehr als ein "bedeutender historischer Küstenort". Whitby ist für die HBS-Schüler vielmehr eine Stadt, in der viele gute Freunde wohnen, mit denen man einen engen Kontakt pflegt und auf deren Wiedersehen man sich riesig freut. Jüngst verbrachten 18 Schüler der integrierten Gesamtschule mit ihren Lehrerinnen Julia Müller und Nil Taylan sowie dem Kollegen Christoph Krüger eine interessante und gleichermaßen unterhaltsame Woche in Whitby.
Seit zwölf Jahren pflegt die Heinrich-Böll-Schule mit drei Partnerschulen in Whitby einen regelmäßigen Schüleraustausch. Jährlich fährt eine Gruppe aus dem Odenwald auf die grüne Insel und eine Delegation aus der britischen Küstenstadt verbringt mehrere Tage in Fürth. "Die englischen und deutschen Schüler profitieren in vielfältiger Weise vom Austausch, angefangen bei der Verbesserung der Sprachkenntnisse bis hin zum Einblick in die Lebensweise der Menschen des jeweils anderen Landes", fassen Julia Müller und Nil Taylan die Vorteile des Projektes zusammen.
Dass sich der Schüleraustausch auf beiden Seiten einer großen Beliebtheit erfreut, zeigen die konstant hohen Anmeldezahlen. Oftmals kommen nicht alle Schüler, die sich für die Reise interessieren, in den Genuss der Tour. "Wir wollen möglichst vielen Schülern die Möglichkeit geben, am Austausch teilzunehmen", betonen die Pädagoginnen.
Die aktuelle Reisegruppe bestand aus Jungen und Mädchen des siebten bis zehnten Jahrgangs. Einige der Schüler kannten bereits ihre Gastfamilie, sodass die Eingewöhnung leicht fiel. Nach der Anreise mit dem Flugzeug und sowie per Bahn und Bus bezogen die HBS-Schüler ihre Quartiere. Freitags lernten sie den englischen Schulalltag, der von 9 bis 15.30 Uhr dauert, kennen.





Das Wochenende verbrachten die Jugendlichen bei den Gasteltern, die natürlich für ein abwechslungsreiches Programm sorgten. Schon Whitby bietet viele Sehenswürdigkeiten. Nicht zu vergessen ist die herrliche Küstenlandschaft, die - ebenso wie Whitby selbst - schon als Kulisse für Rosamunde-Pilcher-Filme diente.
Gemeinsam mit den englischen Schülern unternahm die Gruppe montags einen Ausflug nach Durham, das durch sein wunderschönes Schloss einen hohen Bekanntheitsgrad hat. Klar, dass die Schüler das historische Gebäude inspizierten. Fasziniert waren die Fürther auch von der örtlichen Kathedrale. Unvergessen bleibt die fröhliche Bootstour, die sich dem Besichtigungsprogramm anschloss.
Dienstags erkundeten die Odenwälder die Stadt Scarborough. Die Schüler hatten die Möglichkeit zum Shoppen und zu einem ausgiebigen Spaziergang am Strand. Mit Wehmut nahm die HBS-Gruppe am nächsten Tag Abschied von den Freunden in Whitby. Während der gemeinsamen Tage wurden neue Freundschaften geknüpft und alte aufgefrischt. "Manche Schüler vereinbarten private Besuche in den Ferien; das freut uns besonders", berichteten die drei Pädagogen.
Das Fazit der betreuenden Lehrer nach der Reise klang nicht minder positiv: "Wir waren mit einer tollen Gruppe unterwegs. Alle Schüler verhielten sich vorbildlich. Der Austausch ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil unseres Unterrichts und fördert nachhaltig die Sprachkompetenz unserer Schüler." Und wie urteilten die Schüler: Ein Zehntklässler berichtete strahlend: "Whitby ist super. Meine Gastfamilie war total nett und die Freundschaft zu meinem Austauschschüler wird über die Schulzeit hinaus bestehen bleiben."