Eine Ski-Woche wie aus dem Bilderbuch

Siebtklässler der Heinrich-Böll-Schule sausten die Skipisten hinab / Ideale Bedingungen

Strahlender Sonnenschein, stäubender Pulverschnee, jede Menge Spaß, keine Verletzungen und hochmotivierte Schüler: Die Teilnehmer der 41. Skifreizeit der Heinrich-Böll-Schule erlebten eine Ski-Woche wie aus dem Bilderbuch. "Dass 83 Kinder bis zum letzten Tag auf den Skiern standen und mit Begeisterung diesem Sport frönten, gab's bisher noch nie", freute sich die Organisatorin der Skifreizeit, Astrid Schulze Icking. Die fast logische Frage eines Schülers am letzten Tag der Freizeit: "Können wir im nächsten Jahr wieder nach Südtirol fahren?" Leider nicht, denn dieses Vergnügen bleibt den Mädchen und Jungen des siebten Jahrgangs vorbehalten.
Keiner der rund 50 blutigen Anfänger hätte wohl im Entferntesten daran gedacht, nach dem ersten Skitag bereits sicher lange Abfahrten bewältigen zu können. Die verantwortlichen Pädagogen, darunter auch die Schulsportleiter Gernot Oberle und Sebastian Rhein, waren erfreut und verblüfft zugleich vom schnellen Lernerfolg ihrer Ski-Novizen. Die Sportlehrer der Böll-Schule erteilten an sechs Tagen Skikurse, stets individuell abgestimmt auf das Können der Mädchen und Jungen.
Skikurse in Südtirol gehören an der Heinrich-Böll-Schule schon seit vielen Jahren zum festen Bestandteil des breitgefächerten Sportangebotes und erfreuen sich - das zeigen die Anmeldezahlen - großer Beliebtheit. Die integrierte Gesamtschule ist seit Jahren bekannt für ihre sportlichen Aktivitäten und Erfolge. Das Profil der HBS wird unter anderem von der Sportfachschaft geschärft; darauf ist die Schulleitung besonders stolz. "Auch in Zukunft wollen wir sportliche Akzente setzen. Aus Gesprächen mit den Eltern wissen wir, dass der Sport eine wichtige Rolle im Fächerkanon spielt", betonten Sebastian Rhein und Gernot Oberle.





Die Skifreizeit trägt überdies dazu bei, die Gemeinschaft unter den Schülern über den Klassenverband hinaus zu stärken und den Kontakt zu den begleitenden Lehrern zu verbessern. Deshalb organisierten die Pädagogen auch ein buntes Abendprogramm. Günter Bausewein, Leiter des Sportkreises Bergstraße und ein treuer Begleiter bei den Skifreizeiten der HBS, zeigte Lehrfilme über das Skifahren und informierte über die Geschichte und die Kultur Südtirols.
In Erinnerung bleibt den Siebtklässlern sicherlich die Nachtwanderung zu einem der ältesten Bergbauernhöfen im Ahrntal. In der "guten Stube" hörten sie mit Interesse den Ausführungen der Bäuerin zu, die in anschaulichen Worten über den Alltag in den Bergen berichtete. Dann gab's frische Milch, selbst produzierten Apfel- und Himbeersaft, ehe sich die Schüler im Stahl umsehen und die neugeborenen Kälbchen streicheln durften. Viel Spaß kam bei einem Spieleabend auf. Dass die HBS-Schüler über einen großen Ideenreichtum verfügen, zeigte sich beim "bunten Abend".
Mit Wehmut nahm die HBS-Reisegruppe Abschied vom Ahrntal. Ein letztes Mal genossen die Schüler und Lehrer das herrliche Bergpanorama. "Wir haben eine phantastische Ski-Woche verlebt. Ihr ward eine tolle Gruppe", fasste Organisatorin Astrid Schulze Icking die Eindrücke zusammen.